Hilfe durch die Honigbiene - Propolis und Co gegen die Allergie

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • Als heuschnupfengeplagter Allergiker hat man vermutlich bereits das Ein oder Andere Mittel mehr oder weniger erfolgreich ausgetestet. Manches hilft kurz, anderes langfristig aber gibt es nicht eine Möglichkeit, ohne Medikamente durch den Sommer zu kommen? Wer sich mit der Materie auseinandersetzt wird zwangsläufig auch irgendwann über die Biene stolpern und feststellen, dass die Biene eins mit dem Allergiker gemeinsam hat: Blütenpollen. Für den Betroffenen das große Übel ist es für die Honigbiene das täglich Brot. Durch das Sammeln von Nektar kommt sie zwangsläufig mit den Blütenpollen in Kontakt und trägt diesen von Blüte zu Blüte. Was aber macht die Honigbiene so besonders und wie kann sie dem Allergiker helfen? Darauf möchten wir in unserem heutigen Artikel eingehen. Zunächst sollten wir aber erklären, wie wichtig die Honigbiene für uns als Menschen ist.

    Wissenswertes zur Honigbiene

    Die in Deutschland primär ansässige Apis Mellifera ist nur eine von neun Arten aber doch die in Europa am häufigsten anzutreffende. Unsere Nutz- und Wildpflanzen in Deutschland sind auf die Bestäubungsleistung der Biene angewiesen, denn diese beträgt ca. 82%. Ohne die Honigbiene hätten wir also ein großes Problem, kommt diese doch was den wirtschaftlichen Nutzen betrifft direkt hinter Rindern und Schweinen. In Deutschland gibt es noch ca 690.000 Bienenvölker - eine beachtliche Zahl, mag man vermuten. Allerdings waren es im Vergleich dazu vor ein paar Jahren (1991) noch über 1,11 Millionen Bienenvölker. Das ist eine Reduzierung von mehr als 30%, welche uns zu Denken geben sollte. Das Problem der Biene ist eine kleiner Parasit, welcher die Biene als Wirt benutzt und ihr Volk innerhalb von 1 - 2 Jahren vollständig vernichten kann: Die Varroamilbe. Eingeschleppt aus Asien machte Sie sich über die Jahre einen Namen und rottete etliche Völker aus. Heute gibt es einige Behandlungsmethoden um die Milbe loszuwerden, denn ohne die Hilfe des Imkers hätte die Biene heute keine Chance mehr.

    Honigbiene Apis Mellifera - Faktencheck

    • Die Königin legt bis zu 2000 Eier pro Tag
    • In einem Bienenstock leben zwischen 40.000 - 60.000 Bienen
    • Es gibt 3 Arten von Bienen
      • Königinnen (1 pro Volk)
      • Arbeiterinnen
      • Drohnen
    • In Deutschland gibt es noch ca. 690.000 Bienenvölker
    • Das von der Biene "bewirtschaftete" Gebiet beträgt bis zu 50m2
    • Pro Volk kann man 20 - 35 Kg Honig "ernten"
    • Für ein halbes Kilogramm Honig (500g) muss eine Biene ihr Volk rund 40.000 verlassen und los fliegen um nach Nektar zu suchen. In dieser Zeit legt sie unvorstellbare 120.000Km zurück

    Wie die Honigbiene dem Allergiker helfen kann

    Bei der Produktion von Honig sowie bei den alltäglichen Arbeiten der Biene werden Stoffe verarbeitet, welche dem Heuschnupfen geplagten Allergiker das Leben schwer machen: Pollen. Beinahe in allen von den Bienen verwendeten und verarbeiteten Stoffen sind Pollen enthalten. Dies kann sich der Allergiker zu nutze machen und seinen Körper auf diese Stoffe vorbereiten indem er ganz simpel diese von der Biene benutzten Pollen zu sich nimmt. Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten wovon wir Euch zwei vorstellen möchten: Propolis und Entdeckelungswachs.

    Propolis - ein Stoff mit wahnsinniger Vielfalt und antibiotischer Wirkung

    Der Bienenstock ist mit seinen ca 34 °C - 35 °C der ideale Brutraum für die Ausbreitung von Krankheiten und Bakterien. Die Luftfeuchtigkeit im Bienenstock ist enorm hoch weshalb sich die Biene etwas "einfallen lassen" musste um mit diesem Umstand leben und überleben zu können. Propolis ist ein von der Biene hergestellter Stoff, welchen die Biene beispielsweise dafür verwendet andere Insekten oder bspw. Dreck im Stock vom Volk zu sondieren. Das betroffene Objekt wird dabei von der Biene vollständig mit Propolis verkleidet was verhindert, dass sich gefährliche Stoffe im Bienenstock ausbreiten können. Aber nicht nur für das Verkleiden von Fremdkörpern nutzt die Biene das Propolis, es wird auch dafür genutzt, um undichte Stellen im Stock abzudichten. Vielleicht ist dem Imker beim Anheben der Beute ein Stück Holz herausgebrochen und nun dringt Regen / Luft von außen nach innen in das Bienenvolk ein... dann verkleiden die Bienen auch diese Stelle mit Propolis und schirmen sich so wieder von den äußeren Einflüssen ab. Propolis hat sowohl antivirale als auch antibiotische Wirkung und besteht sowohl aus von den Bienen gesammelten Harz, als auch aus vielen anderen, von der Biene hergestellten, Dingen wie beispielsweise:
    • Pollenanteil (ca 4 - 5%)
    • ätherische Öle (9 - 10%)
    • Speichelsekret der Bienen (Fermenten)
    Propolis kann dem Allergiker auf Grund seiner vielfältigen und immer wieder verschiedenen Zusammensetzung helfen. Als Tee verabreicht soll es dem Allergiker die Last lindern und die Symptome verringern und auch das Kauen von Propolis soll durch die freigesetzten Stoffe helfen. Manche Allergiker schaffen es sogar, vollständig Beschwerdefrei zu werden, was uns zum zweiten Stoff bringt: Dem Entdeckelungswachs!

    Entdecklungswachs bei Heuschnupfen

    Wenn die Bienen Ihren Honig in die Waben einlagern, müssen Sie diese Waben auf Grund der senkrechten Bauform verschließen. Schleudert der Imker nun den Honig muss er zunächst die Zellen öffnen. Das hierbei anfallende Entdeckelungswachs eignet sich hervorragend zur Behandlung des Heuschnupfens. Selbstverständlich sollte vor dem Versuch abgeklärt werden, ob eine Allergie gegen Wachs oder sonstige Bestandteile des Entdeckelungswachses vorliegt. Sollten Sie hingegen keine Allergien aufzeigen, dann lohnt es sich, dass mit dem Entdeckelungswachs einmal zu versuchen. Es enthält sehr viel Propolis und muss vor dem Verzehr mind. 2 - 3 Tage eingefroren werden um eventuelle Wachsmotteneier zu zerstören. Anschließend kann man kleine Kugeln des Entdeckelungswachses für 5 - 10 Minuten 1x täglich kauen und sich selbst ein Bild davon machen, wie diese Stoffe zur Behandlung des Heuschnupfens beitragen können.

    Fazit

    Es muss nicht immer die Chemiekeule sein um gegen den lästigen Heuschnupfen vorzugehen. Es lohnt sich in die Natur zu schauen und zu prüfen, welche Möglichkeiten und Mittel uns ohne Weiteres zur Verfügung gestellt werden. Die Produkte der Biene sind dabei auf Grund Ihrer Reinheit besonders hervorzuheben und zu empfehlen. In jedem Fall sollten Sie aber zunächst mit Ihrem behandelnden Allergologen über die Apitherapie sprechen.


    Noch kein Bienenfolk im Garten? Aber ja eventuell noch Zeit und Lust noch etwas Spannendes zum Heuschnupfen zu lesen:

    143 mal gelesen

Kommentare 1

  • Cookiiii -

    Wow, der Artikel war wirklich sehr Interessant, auch die allgemeinen Fakten über Bienen. Ich habe mal im Fernsehen einen Bericht über das große Bienensterben gesehen. In China bestäuben die glaube ich schon per Hand ihre Pflanzen und Bäume, weil es dort kaum noch Bienen gibt. Das ist echt erschreckend.

    “Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben.”

    Das ist wahrscheinlich ein Zitat, welches viele Leute kennen. Kann man nur hoffen, das es nicht so kommt...